Was erwartet mich im Assessment-Center

student cheating during an exam

Souverän auftreten, schnell reagieren, Fehler vermeiden

Bei einem Assessment-Center müssen Sie damit rechnen, jederzeit beobachtet zu werden. Auch Ihr Verhalten in der Mittagspause und Ihr Umgang mit Mitbewerbern/-bewerberinnen können Einfluss auf die Entscheidung der Personal- verantwortlichen haben. Eine ungewohnte und anstrengende Situation für Sie, die Sie aber nicht beunruhigen muss. Den anderen Bewerbern/Bewerberinnen geht es schließlich genauso. Außerdem ist es gewollt, Sie mit einigen Übungen unter Druck zu setzen und aus der Reserve zu locken. Lassen Sie sich nicht verunsichern! Neben schriftlichen Tests zu Allgemeinbildung und logischem Denken zählen auch eine Reihe praktischer Aufgaben zum Standard. Einige davon stellen wir Ihnen nun vor.

Gruppendiskussion

In Gruppen von vier bis zehn Leuten wird eine Problemstellung (z. B. „Nach 45 Beitragsjahren mit 63 in Rente“) diskutiert. Manchmal werden Rollen verteilt. Jeder Bewerber/ jede Bewerberin muss dann eine bestimmte Meinung vertreten. Das Hauptaugenmerk liegt auf Ihrer Beteiligung an der Diskussion, Ihrer Wortwahl und der inhaltlichen Qualität der Beiträge. Es wird auch getestet, ob Sie konstruktive Kritik äußern können und wie kritikfähig Sie selbst sind.

Präsentation

Innerhalb kurzer Zeit müssen Sie eine Präsentation zu einem bestimmten Thema vorbereiten. Die Verantwortlichen möchten sehen, wie souverän Sie vor Publikum präsentieren, ob Sie Inhalte strukturieren können und wie Sie mit vorgegebenen Medien (Flipchart, Tafel oder Pinnwand) umgehen.

Rollenspiel

Alltagssituationen zwischen Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen, Vorgesetzten und Kollegen/Kolleginnen werden simuliert. Sie und Ihre Mitbewerber/-innen schlüpfen dabei in vorgeschriebene Rollen. Hier wird auf Ihren sozialen Umgang geachtet. Je nach Situation werden auch Gesprächsaufbau, Argumentation, Auftreten, Initiative und Überzeugungs- kraft beurteilt.

Postkorbübung

In dieser Einzelübung werden Sie gebeten, die Post einer Person, die gerade aus dem Urlaub zurückkommt, zu sortieren. Darunter befinden sich Nachrichten über einen Unfall des Partners/der Partnerin, abgesagte Meetings, verpasste Anrufe etc. Sie entscheiden, in welcher Reihenfolge die Dinge angegangen werden. Man möchte sehen, wie Sie Prioritäten setzen und ob Sie organisatorisches Talent haben.


Gutes Benehmen
In manchen Assessment-Centern stehen Sie auch in den Pausen unter Beobachtung. Achten Sie deshalb darauf, höflich mit den anderen Bewerbern/Bewerberinnen umzu- gehen. Auch Dinge wie schlechte Tischmanieren könnten ein K.-o.-Kriterium sein.

Vorbereitung
Informieren Sie sich ausführlich über das Unternehmen. Denken Sie außerdem daran, etwas zu essen und zu trinken mitzunehmen – der Tag wird sicherlich lang. Vitaminreiche und kohlenhydratarme Lebensmittel bie- ten sich besonders an – zum Beispiel Obst und belegte Vollkornbrote.

Strukturiertes Arbeiten
Viele Aufgaben sollen prüfen, ob Sie strukturiert arbeiten können. Zeigen Sie das auch bei anderer Gelegenheit, indem Sie den Schreibtisch ordentlich hinterlassen und Ihre Unterlagen sorgsam behandeln.

Zuhören
Hören Sie allen Beteiligten aufmerksam zu. Informationen über andere Bewerber/-innen oder das Unternehmen könnten interessant für Sie sein. Besonders in Gruppen- diskussionen oder bei Rollenspielen lassen sich diese Hinweise gut verwenden.

Maß halten
Versuchen Sie, die richtige Mischung aus Zurückhaltung und Dominanz zu finden. Agieren Sie selbstsicher, aber drängen Sie andere nicht in den Hintergrund.

Pünktlichkeit
Wer zum Assessment-Center zu spät kommt, braucht eigentlich nicht mehr daran teilzunehmen. Packen Sie schon am Abend vorher Ihre Sachen und legen Sie sich Ihr Outfit zurecht. Fahren Sie rechtzeitig los und planen Sie einen ausreichend großen Zeitpuffer ein.

Aggressiv werden
Direkte und persönliche Angriffe sind tabu. Auch wenn Sie ein anderer Bewerber/eine andere Bewerberin pro- voziert, sollten Sie in Ihrer Kritik konstruktiv bleiben.

Sich verstellen
Aufgesetztes Verhalten wird sofort durchschaut. Versuchen Sie daher nicht, sich zu verstellen oder eine Rolle zu spielen.

Alkohol und Drogen
Es versteht sich von selbst, dass während des Assess- ment-Centers kein Alkohol konsumiert werden darf. Wenn Sie nicht unbedingt rauchen müssen, dann lassen Sie es. Das macht meist keinen guten Eindruck.

Desinteresse
Wenn jemand etwas über das Unternehmen erzählt, hören Sie aufmerksam zu und stellen Sie danach ruhig Fragen. So beweisen Sie Interesse.

Kritik am Unternehmen
Äußern Sie auf keinen Fall Kritik am Unternehmen
(z. B. wenn das Assessment-Center schlecht organisiert ist), auch nicht gegenüber anderen Bewerbern/ Bewerberinnen.

Falsche Scheu
Nervosität ist ganz normal, aber versuchen Sie möglichst, das nicht so zu zeigen. Vermeiden Sie es, auf den Boden zu starren oder mit herumliegenden Kugelschreibern oder sonstigen Gegenständen herumzuspielen.

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